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Die erste SENS Besprechung: Die Biotechnologische Absehbarkeit von ENS
Besprechung, Oakland, 1. Oktober 2000
Artikel Details/Mitschrieb
Dieses Treffen sollte die "Roundtable on aging", die von
Gregory Stock im Februar 1999 abgehalten wurde fortsetzen und erweitern.
Genau wie bei dem früheren Treffen waren etwa 10 Leute anwesend und der
Ton war informell. Die wichtigste Veränderung war eine Fokussierung des
Themas, wie es für ein eintägiges Treffen sinnvoll ist. Wir haben uns über
einen Aspekt der Biogerontologie unterhalten, der in der Flut des
Interesses an den Durchbrüchen in der Genomwissenschaft gefährlich
vernachlässigt worden ist: Das aktive Rückgängigmachen verschiedener
Aspekte des Alterungsprozesses. Dieses Gebiet profitiert nicht von
Microarray basierten, vergleichenden Analysen zwischen Organismen, die
verschieden schnell altern. (mehr oder weniger per Definition) Wir wollen
die vergleichenden Analysen nicht schlecht reden, aber wir glauben dass
Arbeiten, die für das Leben der Menschen relevant sind, viel mehr
Aufmerksamkeit brauchen als bloße vergleichende Studien anderer Organismen.
Der Begriff "negligible senescence" (vernachlässigbare
Seneszenz), der 1990 von Finch geprägt wurde, beschreibt Organismen, die
im Verlauf ihres Lebens älter werden, ohne dass ihr Todesrisiko merklich
zunimmt. Es bleibt während der gesamten erwachsenen Lebensspanne gleich.
"Engineered negligible senescence" (Die Seneszenz vernachlässigbar machen)
bedeutet also, durch biotechnologische Interventionen die Gesundheit und
damit die Resiszenz gegenüber lebensbedrohlichen Krankheiten
wiederherzustellen. D.h. Die Resistenz und Vitalität zu erreichen, die wir als junge Erwachsene hatten.
Wir halten es für das wahre Ziel der Biogerontologie, die
Seneszenz vernachlässigbar zu machen. Dies geht gegen die Meinung vieler
Gerontologen, die gerne betonen, dass ihr Ziel das "erfolgreiche Altern"
ist. "Erfolgreiches Altern" bedeuted dabei die Verlängerung der gesunden
Lebensspanne (Gesundheitsspanne), so dass die Gebrechlichkeit am Ende des
Lebens (Gebrechlichkeitsspanne) sehr kurz wird. Die gesamte Lebensspanne sollte aber, wenn es nach
diesen Leuten ginge, nicht merklich verlängert werden, weil sie das für
unrealistisch halten. Dagegen ist unserer Ansicht nach die Verlängerung
der gesamten Lebensspanne nicht nur realistisch, sondern in der Tat die
einzige realistische Möglichkeit, die Gebrechlichkeitsspanne noch weiter zu verkürzen. Wir können die
Gebrechlichkeitsspanne am besten
verkürzen, indem wir die Gesundheitsspanne ins Unbestimmte verlängern.
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